Verena Maria Groß
Meine berufliche Laufbahn begann mit der Ausbildung zur Steuerfachangestellten, gefolgt von der Weiterbildung zur Steuerfachwirtin. In 2013 habe ich meine Bestellung zur Steuerberaterin erhalten. Nach wertvollen Jahren in verschiedenen Kanzleien im Großraum Stuttgart habe ich mich 2023 selbständig gemacht.
Parallel dazu war ich ebenso vier Jahre im Bereich Finanzen der Verwaltung einer privaten Schule tätig. Hier habe ich den bis dato ungekannten Blick als Mandant kennengelernt.
Zahlen waren schon immer meins. Genauso jedoch auch der genaue Gegensatz. Das Zwischenmenschliche, Psychologische. Das nicht Greifbare und in Zahlen und Fakten pressbare. Und so entschied ich mich 2023, für die Ausbildung zur Mediatorin.
Seit 2025 bin ich zertifizierte Mediatorin mit den beiden Fachvertiefungen für Familiemediation und Wirtschaftsmediation.
In meiner Kanzlei möchte ich beide Stränge zusammenbringen:
fachlich fundierte Beratung mit empathischer Begleitung.
Was ist Dein Mond?
Eine kurze Geschichte...
Es war einmal ein kleines Mädchen, dessen Herz so rein und offen war wie ein stiller See im Mondlicht. In einem Königreich voller Pracht lag sie krank im Bett, ihr Atem schwach, ihre Augen voller Sehnsucht. „Vater“, flüsterte sie dem König zu, „nur der Mond kann mich heilen. Er ruft mich, er gehört mir.
“Der König, gefangen in seiner Macht und seinen großen Plänen, fühlte die Enge seines Herzens. Er rief die Weisen, Zauberer, Baumeister – alle, die mit Verstand und Kraft die Welt bändigen konnten. Sie tüftelten, sie zauberten, sie schmiedeten Pläne, den Mond zu fangen oder neu zu weben. Doch jeder Versuch prallte ab wie ein Stein am Himmel. Ihre Köpfe rauchten, ihre Herzen blieben verschlossen. Das Mädchen welkte still dahin, und der König lag in Ohnmacht.
Da kam ein alter Reisender, dessen Augen wie tiefe Brunnen des Verstehens leuchteten. Er bat nicht um Gold oder Ehre, nur um Raum am Bett des Kindes. Sanft setzte er sich, hielt ihre Hand und fragte nicht: „Was soll ich tun?“ Sondern: „Sag mir, mein Kind, wie groß ist der Mond?“
Das Mädchen lächelte schwach, streckte ihre zarte Hand aus. „Sieh, so groß wie mein Fingernagel.“ „Und woraus ist er gemacht?“, fragte er weiter, seine Stimme ein warmer Wind. „Aus Gold“, hauchte sie, „das glänzt und schimmert. “„Und wenn wir den Mond nähmen“, sprach er leise, „würde dem Himmel etwas fehlen? Den Seeleuten, die sich an ihm weisen? Den Liebenden, die unter ihm träumen?“
„Nein“, sagte sie, ihre Augen nun klarer, „ich habe es gesehen. Er schwindet, doch er wächst nach. Immer wieder neu.“ Der Reisende nickte, als hätte er ein uraltes Geheimnis gehört. „Gut. Ich komme nächste Woche und bringe dir deinen Mond. “ Er ging zum König, bat um ein Stück Gold – nicht für sich, sondern für das Kind. Daraus entstand ein kleiner Anhänger, fingernagelgroß, golden und glänzend, mit einem Loch für eine Kette. Ein Spiegel des Himmels, geboren aus Zuhören.
Als er zurückkehrte, legte er ihn in ihre Hand. „Hier, dein Mond.“ Ihr Herz öffnete sich wie eine Blüte im ersten Licht. Sie lachte, sie atmete frei, sie war geheilt – nicht durch Macht, sondern durch Verstandenwerden. Der König, Tränen in den Augen, fragte beim Abschied: „Wie hast du das vollbracht?“ Der Reisende lächelte: „Ich stelle gute Fragen. Und ich höre zu. “In jenem Moment brach die Rüstung des Königs. Er sah: Die wahre Zauberkraft liegt nicht im Nehmen oder Machen, sondern im Wechseln der Sicht. Im Loslassen der starren Gedanken, der engen Schranken.
Im Öffnen des Herzens, um das andere wirklich zu hören – wie ein Kind den Mond sieht. Und so lernte das ganze Königreich: Zuhören heilt. Es weckt den weichen Kern in uns, verbindet uns, lässt uns frei atmen. Denn tief drinnen wissen wir: Jeder Mond wächst nach..
